Anschaffungskosten und Amortisationszeit
Eine Photovoltaik-Anlage benötigt ca. 8–9m² Fläche pro Kilowatt Leistung. Die Kosten sind u. a. abhängig von Art und Qualität der Komponenten. Als Faustregel gilt: Pro Kilowatt Leistung ist derzeit mit Anschaffungskosten für eine schlüsselfertige Anlage von 1700 bis 2300 Euro zu rechnen. Der Bundesverband Solarwirtschaft gibt für das dritte Quartal 2011 einen durchschnittlichen Endkundenpreis von 2199 Euro an. Diese Preise enthalten neben den Modulen auch Wechselrichter, Montage und Netzanschluss. Eine hierzulande installierte Anlage liefert in Deutschland nach dem aktuellen Stand der Technik einen Jahresertrag von etwa 700 bis 1100 kWh pro kWp.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert in Deutschland den Betreibern von Photovoltaik-Anlagen gesetzlich festgelegte Mindestvergütungen für den ins Netz eingespeisten Strom (ab 2011: 21,11 bis 28,74 Cent pro kWh über 20 Jahre). Der Betrieb von Photovoltaik-Anlagen wird dadurch betriebswirtschaftlich lohnend. Die betriebswirtschaftliche Amortisationszeit liegt bei acht bis zwölf Jahren, d. h., in dieser Zeit spielt die Photovoltaik-Anlage die Kosten wieder ein, bei einer Lebensdauer von mind. 20 Jahren (Garantie der Hersteller). Die konkrete Amortisationszeit ist abhängig vom Jahr der Inbetriebnahme (aufgrund sinkender gesetzlicher Vergütungen), der Sonneneinstrahlung, der Ausrichtung und Neigung der Anlage, sowie dem Anteil der Fremdfinanzierung.
Ist die Anlage abbezahlt, fallen bis zum Ende der Lebensdauer nur noch die geringen Betriebs- und Wartungskosten an, welche wie auch beim konventionellen Vergleichskraftwerk aus dem Betriebskostenanteil gedeckt werden.